top of page

Gründermesse 2026 – Ein Tag Start-up Ökosystem am Bayerischen Untermain

  • 29. Mai
  • 5 Min. Lesezeit

Nachbericht zur 4. Gründermesse Aschaffenburg


Am 20. Mai 2026 öffnete die 4. Gründermesse Aschaffenburg ihre Türen – und machte einmal mehr spürbar, wie viel Gründergeist, Tatendrang und Vernetzung im Bayerischen Untermain stecken. Zum zweiten Mal war die Alte Fabrikhalle des Verlags und der Druckerei Main-Echo der Schauplatz für einen ganzen Tag voller Inspiration, Austausch und konkreter Impulse für alle, die die regionale Gründungskultur voranbringen wollen.


Mit rund 500 Besucher:innen, 40 Ausstellern, über 10 Speaker:innen und rund 70 Schüler:innen wurde die vierte Auflage zu einem Tag, an dem jede Menge Ideen, Kontakte und Gespräche entstanden sind. Die Stimmung war von Beginn an offen, neugierig und tatkräftig – genau die Energie, die ein lebendiges Start-up-Ökosystem ausmacht.



Veranstaltet wird die Gründermesse vom Digitalen Gründerzentrum Aschaffenburg (DGZ) in Kooperation mit dem Medienhaus Main-Echo, der Stadt Aschaffenburg und Digital Aschaffenburg. Seit ihrer Premiere 2022 hat sie sich zu einem festen Treffpunkt für Gründungsinteressierte, Gründer:innen und regionale Unternehmen entwickelt.


Was die Besucher:innen sagen

Auch die Rückmeldungen aus unserer Umfrage zeigen, dass das Format ankommt:

„Alles in allem finde ich es ein tolles Format für die Region. Die Schüler-Pitchs sind noch eine spannende Abwechslung.“
„Das Team vom DGZ hat sich wie jedes Jahr sehr ins Zeug gelegt, dass es wieder eine tolle Veranstaltung wird. Als Start-Up Aussteller bleiben mir eigentlich kaum Wünsche offen :)“
„Support-Möglichkeiten für Gründungsinteressierte – genau das Richtige, was ich für meine potenzielle Idee gesucht habe.“

Für das leibliche Wohl sorgten der Foodtruck von 400 Grad – mit hausgemachten Burgern, veganem Falafelburger, Bratwurst und Pommes – sowie Bubble Lotta Waffle mit süßen Desserts aus der Region. Ideal für die kleine Stärkung zwischen zwei Gesprächen.


Offizieller Auftakt

Um 13 Uhr wurde die Messe offiziell für das breite Publikum eröffnet. Vertreter:innen aus der regionalen Politik und Wirtschaft begrüßten die Gäste und stimmten auf einen Tag rund um Gründung, Innovation und Vernetzung ein – ganz im Sinne des Mottos „Ein Tag Start-up Ökosystem am Bayerischen Untermain“.


(v. l. n. r.) Reiner Reisnecker (Werkleiter Stadtwerke Aschaffenburg), Bürgermeister Eric Leiderer (Stadt Aschaffenburg) und Marco Eisert (Geschäftsführer des Verlags & Druckerei Main-Echo) begrüßen zur Gründermesse



Die Highlights der Gründermesse 2026


1. GründerinnenTalk meets Gründermesse

Erstmals war die bekannte Eventreihe GründerinnenTalk auf der Gründermesse zu Gast – und das mit großem Anklang. 50 Gründerinnen kamen am Vormittag (10–13 Uhr) zusammen, um sich in einem geschützten Rahmen auszutauschen und gegenseitig zu bestärken.


(v. l. n. r.) Christiane Kleyna (Talk: "Mit innerer Klarheit durch die Gründerinnen-Achterbahn") und Maria Grava (Talk: "Reichweite oder Community? Back to the Roots.") tragen beim GründerinnenTalk vor


Vier Speakerinnen teilten in kompakten Vorträgen ihre persönliche „Female Founder Journey“:

  • Christiane Kleyna stellte drei wirksame Hebel für mehr Selbstwirksamkeit vor. Ihre Leitsätze: „better done than perfect“ – lieber ins Tun kommen, statt endlos zu grübeln. Und: „Selbstständig heißt nicht, alles allein“ – sich gezielt Unterstützung von Expert:innen holen.

  • Maria Grava zeigte, dass im Social-Media-Marketing zwar Zahlen wichtig sind, es aber vor allem auf Authentizität ankommt – und auf eine starke, passende Community statt auf bloße Reichweite.

  • Jasmin Hesbacher erzählte, wie aus ihrer Solo-Selbstständigkeit ein Familienzentrum in Aschaffenburg und damit ein Raum für selbstständige Fachkräfte im Familienbereich gewachsen ist. Tipp: Der Tag der offenen Tür findet am 26. Juni 2026 statt.

  • Daniela Warnat widmete sich dem Thema Resilienz: Man muss als Gründerin nicht rund um die Uhr arbeiten – resilient ist, wer sich nach einem Rückschlag wieder aufrappelt, statt sich aus der Bahn werfen zu lassen.


(v. l. n. r.) Jasmin Hesbacher (Talk: "Wenn aus einer Vision ein Netzwerk wird") und Daniela Warnat (Talk: "Stark im Sturm: Resilienz für Gründerinnen") tragen beim GründerinnenTalk vor


Den Abschluss bildete eine Fishbowl-Diskussion: Ein kleiner Kreis aus vier Stühlen in der Mitte (die „Fische“) diskutiert, während das Publikum außen herum sitzt. Wer mitreden möchte, nähert sich – ein „Fisch“ macht Platz für die neue Person. Diskutiert wurden Fragen wie „Welchen Rat hättet ihr gerne vor dem Gründen gehabt?“ und „Was würdet ihr am bayerischen Startup-Ökosystem über Nacht ändern, um es für Gründerinnen besser zu machen?“. Das Format kam hervorragend an: Viele Gründerinnen aus dem Publikum brachten sich aktiv als „Fische“ ein.



Da der GründerinnenTalk ein geschützter Raum ist, teilen wir bewusst keine weiteren Details. Unser Aufruf stattdessen: Schaut beim nächsten GründerinnenTalk am 23. Juli vorbei! Mehr Infos dazu findet ihr dazu unter: https://zentec.de/innovation-und-gruendung/gruenderakademie/gruenderinnentalk/


2. Gründer- und Karrieremesse für Schüler:innen

Neben Gründerinnen gehörte der Vormittag dem Nachwuchs: Rund 70 Schüler:innen vom Kronberg-Gymnasium und der Realschule Großostheim entwickelten in Ideenworkshops eigene Gründungskonzepte, informierten sich über Karrierewege und stellten ihre Ideen vor Publikum vor. Im Pitch-Finale (13:15–14:00 Uhr) präsentierten sechs Teams ihre Konzepte in Ein-Minuten-Pitches auf der Hauptbühne, bewertet von einer Jury aus regionalen Unternehmen und Partnern.


(v. l. n. r.) Johanna Wiesheu (STARTUP TEENS) und Bürgermeisterin Jessica Euler (Stadt Aschaffenburg) begrüßen die Schüler:innen offiziell zum Vormittag der Gründermesse 


Ein besonderes Highlight war die „Operation Gründermesse“ – eine Challenge für die teilnehmenden Schüler:innen. Sie kombinierte Aufgaben mit den Ausstellern (Pitches üben, Feedback geben, Karriere-Checks, Networking) mit Rätseln, die vor Ort gelöst werden mussten. Das Gewinnerteam erhielt pro Person einen Freizeitgutschein – gewonnen hat ein starkes Mädels-Zweierteam.



3. NextGen AI: Aktuelle KI-Trends

Auf der Hauptbühne (16:00–17:30 Uhr) beleuchteten KI-Expert:innen aus der DGZ-Community die drängendsten Trends rund um Künstliche Intelligenz – praxisnah, kritisch und direkt anwendbar:


  • Dr. Andreas Alin (Mainition) zeigte anhand eines Entscheidungsbaums, wie souverän sich KI-Infrastruktur betreiben lässt: Von Stufe 1 – ohne vertrauliche Daten, etwa bei Recherche, lassen sich US-Anbieter wie Claude oder OpenAI nutzen – bis Stufe 4, bei der vertrauliche Daten, kritische US-Spionagerisiken und hohe Verfügbarkeitsanforderungen für dedizierte, eigene Hardware sprechen.

  • Julia Ostheimer stellte die Reifestufen agentischer KI (Level 0 bis 6) vor und erklärte den Unterschied zwischen Assistenten (reaktiv: Eingabe rein, Ausgabe raus) und Agenten (proaktiv: arbeiten selbstständig auf ein Ziel hin). Ihr Fazit: Autonome KI-Agenten sind Hype und Realität zugleich – „Agenten-FOMO“ und Marketing-Buzz auf der einen, funktionierende Coding Agents, 24/7-Verfügbarkeit und Einsatz in gut überwachten Szenarien auf der anderen Seite.

  • Kevin Geis (KI-Regionalzentrum Unterfranken, TH Aschaffenburg) rundete den Track mit Einblicken in die praktische KI-Implementierung unter dem EU AI Act ab.


(v. l. n. r.) Dr. Andreas Alin (Talk: "KI-Infrastruktur im Unternehmen souverän betreiben"), Julia Ostheimer (Talk: "Autonome KI-Agenten: Hype oder Realität?") und Kevin Geis (Talk: "EU AI Act in der Praxis: Hürden & Learnings") präsentieren aktuelle KI-Trendthemen auf der Gründermesse


4. Speed-Networking: 30 Minuten, maximale Kontakte

Zum ersten Mal gab es einen Programmpunkt, der ganz dem Networking gewidmet war: Jeweils zwei Personen kamen für 5 bis 7 Minuten ins Gespräch – über Gründungserfahrungen, den Umgang mit Fails und so manches aus dem Nähkästchen. In vier Runden mischten sich die Gesprächspartner:innen immer wieder neu, sodass im Face-to-Face-Modus viele wertvolle Kontakte entstanden. Vorbereitete Impulsfragen erleichterten den Einstieg.


Die Aussteller: Vielfalt aus der Region

40 Aussteller präsentierten sich vor Ort – ein bunter Mix aus etablierten Unternehmen und jungen Start-ups aus der Region. Ein paar Beispiele:


  • WIKA – das global agierende Familienunternehmen aus der Region, weltweit führend in der Druck- und Temperaturmesstechnik.

  • LifeStyle / swoox.io – die Digitalagentur zeigte ihre eigene Low-Code-Automatisierungsplattform live am Stand.

  • summetix – das KI-Start-up der TU Darmstadt bereitet Antworten auf E-Mails, Chats und Kontaktformulare automatisiert vor.

  • X-CRATE – eine Outdoor-Spielesammlung, die klassische Spiele mit digitalen Erlebnissen verbindet.

  • LohnLab – eine Software, mit der Arbeitgeber optimierte Gehaltsstrukturen selbst kalkulieren und betriebsprüfungssicher umsetzen.


Impressionen des Messerundgangs am Nachmittag der Gründermesse

Fotos: Alexander Klotz | OrangeProduction.de


Das Feld wurde durch starke Anlaufstellen wie die IHK Aschaffenburg, ZENTEC, das VentureLab der TH Aschaffenburg und viele weitere ergänzt – also genau die Partner, die Gründungsinteressierte von der ersten Idee bis zur Finanzierung begleiten.


Ein herzliches Dankeschön an alle Speaker:innen, Aussteller:innen, Partner:innen und Besucher:innen, die diesen Tag zu dem gemacht haben, was er war: ein voller Erfolg für das Start-up-Ökosystem am Bayerischen Untermain.


Und nach der Gründermesse ist vor der Gründermesse – wir freuen uns schon jetzt auf die Gründermesse 2027!

 
 
 

Kommentare


bottom of page